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15.07.2010

Zum Antrag der FDP-Fraktion

Nicht-Einführung von Einheitsschulen

„Dass die neue Landesregierung den Weg für die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen ebnen will, wird Aufbruchstimmung ins Schulsystem bringen“, so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. „Gemeinschaftsschulen sind nach Auffassung des VBE Schulen, die sich durch eine Kultur der Leistungsförderung und sozialen Gerechtigkeit auszeichnen. Den Weg dahin geht der VBE gerne mit. Mit dem Antrag der FDP auf Nicht-Einführung von Einheitsschulen haben wir dagegen große Schwierigkeiten, weil wir auch nach sorgfältiger Prüfung des Koalitionsvertrags keinen Passus finden konnten, der die Einführung der Schulform Einheitsschule ankündigt.“

Den Ansatz der Koalition, Kommunen und Schulen mehr Freiheit für die Schulentwicklung einzuräumen, hält der VBE für richtig.

„Es erstaunt uns, dass ausgerechnet die FDP, die doch immer die Freiheit als den zentralen Motor des Fortschritts propagiert, sich hier so wenig freiheitsliebend und zudem noch strukturkonservativ zeigt“, so Beckmann. „Noch erstaunlicher ist, dass sie vor Unruhe in den Schulen warnt. Lehrerinnen und Lehrer haben keine Angst vor produktiver Unruhe, wenn diese zu nachhaltigen Innovationen führt und dabei die Ziele klar sind und das Vorgehen transparent ist. Das einzige, was wir nicht wollen, ist Aktionismus in der Form, dass sich Projekt an Projekt reiht und nichts zu Ende geführt wird.“

Der VBE sieht den von der neuen Koalition angekündigten Veränderungen folglich mit Gelassenheit und Zuversicht entgegen.

„Dass die FDP vor einem „Schulkrieg“ warnt, ist würdelos“, so Beckmann. „Lehrerinnen und Lehrer bemühen sich tagtäglich in den Schulen, ihren Schülern den hohen Wert der demokratischen Streitkultur nahe zu bringen. Und dann müssen wir lesen, dass eine Landtagsfraktion den demokratischen Diskurs über die Weiterentwicklung des Schulsystems mit dem Begriff „Krieg“ belegt. Ein solcher Faux pas ist beschämend.“

PD 37/10

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